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Medien Standpunkt 12-2004
Keine Entspannung in 2004 – M+E-Industrie hofft für 2005 auf Trendwende

Schwache Auftragseingänge und Umsatzzahlen prägen auch das 2. Halbjahr bei den meisten Unternehmen der Metall- und Elektro-Industrie. Im Rahmen der aktuellen Quartalsumfrage des Unternehmensverbandes der Metallindustrie wurden mehr als 50 Unternehmen mit über 9.000 Beschäftigten befragt. Die Ergebnisse stellen sich wie folgt dar:

- 23 der beteiligten Unternehmen klagen über einen gleichbleibend schlechten oder sich verschlechternden Auftragseingang. Im Vergleich zur September-Umfrage ist das eine Steigerung der unzufriedenen Unternehmen von mehr als 10 Prozent.

- 25 Unternehmen gaben bei der Bewertung der Umsatzzahlen an, dass diese gleichbleibend niedrig bzw. niedriger seien als vor einem Jahr. Dieses Ergebnis deckt sich mit dem aus der September-Umfrage.

- Mehrarbeit findet nur noch bei jedem dritten Unternehmen statt. Der aktuelle Wert liegt bei 1,72 Überstunden pro Mitarbeiter und Monat.

- Die Tendenz zum Personalabbau ist zwar gebremst, aber noch immer nicht gestoppt. 22 Unternehmen haben die Zahl der Mitarbeiter gehalten, bei 9 Unternehmen wurden zusätzliche Mitarbeiter eingestellt, bei 19 Unternehmen wurden Arbeitsplätze abgebaut. Per Saldo gingen Arbeitsplätze verloren. Für 2005 rechnen die Unternehmen mit einem fortschreitenden leichten Rückgang an Arbeitsplätzen.

Die für 2004 vorhandenen Hoffnungen auf dauerhafte Besserung der wirtschaftlichen Situation haben sich nicht erfüllt. Trotz der o.g. Rahmendaten blickt mit 24 der befragten Unternehmen die Mehrheit optimistisch in das Jahr 2005.

25 Unternehmen planen für das kommende Jahr Investitionen in nennenswertem Umfang, zu über 90 Prozent am Standort.

Die Zahl der Ausbildungsplätze soll bei 44 der befragten Unternehmen auf dem Niveau von 2004 bleiben, 7 Unternehmen planen, die Anzahl der Ausbildungsplätze weiter zu erhöhen – der Ausbildungspakt zeigt nachhaltige Wirkung.

2004 hat bei den Unternehmen der M+E-Industrie keine Entspannung gebracht. Die Hoffnungen auf eine Trendwende konzentrieren sich jetzt auf 2005.

Dortmund, 02. Dezember 2004