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Nicht ansatzweise ist die von der IG Metall heute beschlossene Forderungsempfehlung für die Tarifrunde 2006 von unseren Unternehmen zu bezahlen. 4,5 bis 5 Prozent mehr Geld zu fordern ist eine Provokation. Fernab jeder gesamtwirtschaftlichen Verantwortung würde ein Tarifabschluss in dieser Höhe ein völlig falsches Signal zur falschen Zeit sein. Unsere Automobilzulieferer z.B. stehen in einem mörderischen Wettbewerb. Steigende Lohnkosten können nicht auf die Preise abgewälzt werden.
Der nächste Tarifabschluss darf sich nur am Produktivitätsfortschritt orientieren. Dieser liegt gesamtwirtschaftlich bei 1,0 bis 1,4 Prozent. Positive Beschäftigungseffekte erreichen wir, wenn der Tarifabschluss sich unterhalb dieser Marke bewegt. Höhere Abschlüsse produzieren demgegenüber nur weitere Arbeitsplatzverlagerungen ins Ausland oder Tarifflucht.
Mit ihrer angekündigten Lohnpolitik verteuert die IG Metall die Arbeit. Dadurch verschwinden Arbeitsplätze. Der damit erzielte Produktivitätsgewinn ist ein Scheingewinn. Dennoch wird er von der Gewerkschaft für die nächste Lohnforderung herangezogen. Dies ist ein lohnpolitischer Teufelskreis, aus dem wir endlich einmal heraus kommen müssen.
Dortmund, 12. Dezember 2005 |