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Eine auch nur annähernde Umsetzung der Forderungsempfehlung der IG Metall-Bezirksleitung Nordrhein-Westfalen in Höhe von 6,5 % ist schädlich für Aufschwung und Arbeitsplätze. Der in 2006 begonnene Aufbau von Beschäftigung in der M+E-Industrie würde sofort stoppen.
Im letzten Jahr haben die M+E-Unternehmen in unserer Region wieder mehr Vertrauen in einen nachhaltigen Aufschwung auch für 2007 gefasst. Bundesweit sind in der M+E-Branche rund 30.000 neue Arbeitsplätze geschaffen worden. Ein überzogener Abschluss setzt die preisliche Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen wieder aufs Spiel. Die Unternehmen werden dann versuchen, Kosten einzusparen; das heißt Arbeitsplätze abbauen.
Mit einer hohen Lohnforderung grenzt die IG Metall die Interessen der Arbeitsuchenden aus. Unsere Unternehmen wollen weiter Arbeitsplätze schaffen und nicht gefährden. Daher ist das Gebot der Stunde, einen Abschluss mit Augenmaß hinzukriegen, der in der M+E-Industrie wie im vergangenen Jahr erneut etwa 30.000 neue Arbeitsplätze schaffen kann.
Die Arbeitgeber werden zusätzlich zu einer moderaten tabellenwirksamen Erhöhung einen prozentualen Konjunkturbonus in die Verhandlungen einführen. Damit wird eine faire Teilhabe der Beschäftigten sichergestellt und gleichzeitig eine den Aufschwung gefährdende Kostenbelastung in Grenzen gehalten.
Die Arbeitgeber erwarten von der IG Metall Verantwortung und Augenmaß bei den bevorstehenden Tarifverhandlungen und Realitätssinn bei dem zu findenden Ergebnis. Die ausgesprochen gute Ertragssituation in einigen Unternehmen kann nicht Maßstab für ein Ergebnis in der Fläche sein. Zudem kann ein gutes Jahr nicht ohne Abstriche seinen Niederschlag in der Tariftabelle finden und damit letztlich eine dauerhafte Kostenbelastung auslösen.
Die IG Metall hat im Übrigen ein ureigenes gesteigertes Interesse daran, einen möglichst hohen tabellenwirksamen Lohnabschluss durchzusetzen. Denn nur über eine deutliche Tabellenerhöhung werden auch entsprechend erhöhte Beiträge in die Kassen der Gewerkschaft gespült.
Dortmund, den 05. Februar 2007 |