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Medien standpunkt 2-2009
Standpunkt 2/2009: Metall- und Elektroindustrie spürt Auswirkungen der Krise - Schwarzmalerei dennoch nicht angesagt!

Die Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie in unserer Region haben im 1. Halbjahr 2009 eine leicht sinkende Beschäftigungsbilanz vorgelegt. Damit befinden sie sich im Einklang mit der jüngsten branchenübergreifenden Halbjahres-Konjunkturumfrage unter rund 1.500 Mitgliedsunternehmen von arbeitgeber ruhr, der Arbeitsgemeinschaft der Arbeitgeberverbände in Dortmund, Bochum, Gelsenkirchen, Essen und Duisburg.

Aus unserer Region haben sich mehr als ein Drittel der dem Unternehmensverband Metall Dortmund angeschlossenen Unternehmen, die mehr als 4.300 Beschäftigte repräsentieren, an der Befragung beteiligt. Im Ergebnis wird ein leichter Abbau der Belegschaften im Vorjahresvergleich bestätigt. Für das 2. Halbjahr 2009 planen die Unternehmen derzeit keinen weiteren Personalabbau.

Etwas positiver sieht die Bilanz auf dem regionalen Ausbildungsmarkt aus. Rund 60 Prozent der teilnehmenden Unternehmen halten in 2009 die hohen Ausbildungskapazitäten von 2008, 18 Prozent müssen Ausbildungskapazitäten abbauen, 22 Prozent können weitere Ausbildungskapazitäten aufbauen. Per Saldo gibt es einen leichten Anstieg bei den Ausbildungsplätzen.

Die Konjunkturdaten können jedoch mit der moderaten Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr Schritt halten. Bei Auftragseingang und Umsatz gaben 80 Prozent der Unternehmen an, die Lage habe sich teils deutlich verschlechtert. Bei den Geschäftserwartungen für die nächsten 6 Monate ist jedoch bereits ein leichter Optimismus zu verzeichnen; immerhin rund 43 Prozent der Unternehmen erwarten für das 2. Halbjahr 2009 eine Verbesserung ihrer Situation.

Die Finanzkrise zeigt jedoch auch bei den Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie in unserer Region erste Spuren. So geben ein Drittel der Unternehmen an, dass es schwieriger sei, Kapital zu beschaffen und sich die Finanzierungsbedingungen verschärft haben. Dies hat bei 64 Prozent der Unternehmen Auswirkungen auf die Investitionsplanungen; diese werden für 2009 im Schnitt um 34 Prozent gekürzt.

„Die Krise geht auch an unseren Mitgliedsunternehmen nicht spurlos vorbei“, so Dr. Thieler, Geschäftsführer des Dortmunder Metallverbandes. „Wir sehen jedoch derzeit keine Veranlassung, Panik zu verbreiten. Die Unternehmen fallen vom sehr hohen 2008er Niveau herunter – wie lange noch und wie tief, kann im Moment keiner sagen.“

Dortmund, den 6. Juli 2009