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Die nordrhein-westfälischen Metallarbeitgeber haben heute in Dortmund bei der dritten Tarifverhandlung ihren Lösungsvorschlag für die Tarifrunde 2009 vorgelegt. Danach sollen die Einkommen der rund 700.000 Beschäftigten dieses Industriezweiges bei einer Laufzeit des Tarifvertrages von 14 Monaten in einem Gesamtvolumen von 2,9 Prozent erhöht werden. Für die Monate November und Dezember 2008 enthält der Vorschlag eine Einmalzahlung von insgesamt 0,8 Prozent sowie vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 eine Tabellenerhöhung um 2,1 Prozent. Aus wirtschaftlichen Gründen können Unternehmen im Einvernehmen mit dem Betriebsrat die Hälfte der Einmalzahlung (0,4 Prozent) kürzen oder streichen.
Die 2,1 Prozent ab Januar 2009 gleichen die erwartete Inflationsrate aus und sichern damit in einer schwierigen wirtschaftlichen Phase den Reallohn. Die 0,8 Prozent eines Jahreseinkommens für die beiden Restmonate von 2008 bedeuten auf das Jahr hochgerechnet mehr als 5 Prozent Erhöhung für jeden der beiden Monate. Damit werden die Beschäftigten an dem insgesamt ordentlichen, in der zweiten Hälfte aber deutlich schwächeren Jahresergebnis 2008 fair beteiligt.
Dieser Lösungsvorschlag enthält die Chance, möglichst viele der fast 40.000 neuen Arbeitsplätze im Lande über den Abschwung zu retten. Unternehmen und Mitarbeiter erhalten ein Stück Sicherheit in einem unübersichtlichen wirtschaftlichen Umfeld.
Es ist nun an der IG Metall, diesen Lösungsvorschlag konstruktiv zu begleiten, damit es zu einer schnellen Einigung in der Tarifrunde kommt. Die seit Wochen vorbereiteten Warnstreiks sind völlig überflüssig, weil sich die Tarifvertragsparteien derzeit nach wie vor im Gespräch befinden. Arbeitskampfmaßnahmen und Konfrontation in den Unternehmen sind nicht gefragt, Kompromissbereitschaft am Verhandlungstisch ist geboten.
Dortmund, 31. Oktober 2008 |