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Medien standpunkt 12-2008
Standpunkt 12/2008: Tarifrunde 2009 - Heimische Metallarbeitgeber verurteilen Warnstreiks der IG Metall!

Die Metallarbeitgeber in Dortmund und Umgebung verurteilen die bundesweiten Warnstreiks der IG Metall „als Gefährdung für die Betriebe und unverhältnismäßig angesichts der wirtschaftlichen Situation“.

Der Geschäftsführer des Unternehmensverbandes, Dr. Heinz S. Thieler, gibt angesichts der schon lange angekündigten Arbeitsniederlegungen zu bedenken: „Ein Streik, der darauf ausgelegt ist, dem Betrieb Schaden zuzufügen, trifft letztlich alle, mit zeitlicher Verzögerung leider auch die Beschäftigten.“ In der heimischen Metall- und Elektroindustrie seien schon immer Faktoren wie „Pünktlichkeit und Verlässlichkeit“ die Hauptunterscheidungsmerkmale gegenüber den Mitbewerbern. „Wenn jetzt Liefertermine nicht eingehalten werden, gefährdet dies die Kundenbeziehungen und bringt nicht zuletzt auch Konfliktpotenzial in die Belegschaften“, sagte Dr. Heinz S. Thieler. Oft verschlechterten Streiks das Arbeitsklima und die Motivation der Mitarbeiter, Dinge, die „wir in der momentan angespannten Wirtschaftslage auf keinen Fall gebrauchen können“.

Die IG Metall müsse sich möglichst schnell mit den geänderten konjunkturellen Prognosen für 2009 auseinandersetzen anstatt auf das antiquierte Instrument „Streik“ zu setzen. „Wir wollen einen schnellen und für alle Parteien zufrieden stellenden Abschluss. Aber der wird im Dialog zwischen Gewerkschaft und Arbeitgebern erreicht und nicht mit Fahnen und Pfeifen vor den Werkstoren“, betonte Dr. Heinz S. Thieler abschließend.

Dortmund, 3. November 2008