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Medien Standpunkt 13-2005
Standpunkt 13/2005: Konjunktureller Rückgang in der M+E-Industrie

Wenige Auftragseingänge und sinkende Umsatzzahlen prägen das zweite Halbjahr bei den Dortmunder Unternehmen der Metall- und Elektro-Industrie. Die Ergebnisse der aktuellen Quartalsumfrage des Unternehmensverbandes, an der sich mehr als 50 Prozent der Mitgliedsunternehmen beteiligt haben, sind ernüchternd:

- 55 Prozent der beteiligten Unternehmen berichten von einem besseren oder gleichbleibend guten Auftragseingang im Vergleich zum 1. Halbjahr 2005. Dieses Ergebnis dokumentiert im Vergleich zur März-Umfrage einen Rückgang der zufriedenen Unternehmen um mehr als 3 Prozentpunkte.

- 52 Prozent der Unternehmen geben bei der Bewertung der Umsatzzahlen an, dass diese gleichbleibend gut bzw. höher seien als vor einem Jahr. Im Vergleich zur März-Umfrage ist das ebenfalls ein Rückgang der zufriedenen Unternehmen um rund 8 Prozentpunkte.

- Die Geschäftserwartungen für die nächsten 6 Monate sind zwar noch immer von unternehmerischem Optimismus geprägt, dennoch sind auch die positiven Erwartungen rückläufig. Rund 54 Prozent der Unternehmen rechnen mit einer sich verbessernden bzw. gleichbleibend guten Geschäftslage. Im März diesen Jahres hatten noch 61 Prozent der Unternehmen diese Hoffnung.

- Die Tendenz zum Personalabbau ist verlangsamt, allerdings noch immer nicht gestoppt. Bei ca. 27 Prozent der teilnehmenden Unternehmen findet ein Abbau von Arbeitsplätzen statt, rund 20 Prozent der Unternehmen planen eine Erhöhung ihrer Mitarbeiteranzahl.

- Bei rund 83 Prozent der befragten Unternehmen wird geplant, die Anzahl der Ausbildungsplätze gegenüber diesem Jahr unverändert zu lassen, rund 10 Prozent der Unternehmen planen, die Anzahl der Ausbildungsplätze zu erhöhen, 7 Prozent denken über eine Verringerung der Ausbildungsplätze nach.

„Unsere Unternehmen erwarten für das kommende Jahr keinen signifikanten Aufschwung“, so Dr. Heinz S. Thieler, Geschäftsführer des Unternehmensverbandes der Metallindustrie. „Derzeit ist ein eher rückläufiger Trend erkennbar. Ob dieser gebremst werden kann, werden die nächsten Monate zeigen. Überzogene Tarifforderungen sind ganz sicher nicht dazu geeignet, die Situation in den Unternehmen zu verbessern!“

Dortmund, 19. Dezember 2005