Home | Impressum | Kontakt
 Wir über uns
 Aufgaben und Leistungen
 Berufsbildung
 Neue Brücken in den Beruf
 Arbeits- und Gesundheitsschutz
 Medien
 Extranet
 
Medien standpunkt 4-2007
Standpunkt 4/2007: Wie die M+E-Arbeitnehmer im vergangenen Jahr wirklich abgeschnitten haben

Immer wieder wird der Vorwurf erkennbar: Die Arbeitnehmer sind letztes Jahr zu kurz gekommen. Allein schon deshalb müsste der neue Tarifabschluss deutlich über dem vorjährigen liegen.

Tatsache ist aber, dass die Erhöhung der M+E-Tarifentgelte die Verteuerung der Lebenshaltungskosten übertraf. Im Kalenderjahr 2006 lag das Tarifentgeltniveau in der M+E-Industrie um 3,1 % über dem Vorjahresstand. Der Preisindex für die Lebenshaltung aller privaten Haushalte stieg dagegen wesentlich geringer an – nämlich nur um 1,7 %. Damit hat sich die langjährige Tendenz fortgesetzt, wonach die Anhebung der M+E-Tarifentgelte die Inflationsrate nicht nur voll ausgleicht, sondern diese deutlich übertrifft. So stiegen zwischen 2000 und 2005 die M+E-Tarifentgelte insgesamt um 17 %, die Verbraucherpreise aber nur um 10 %.

Tatsache ist weiter, dass in der M+E-Industrie die Tarifentgelte wesentlich stärker angestiegen sind als in der Gesamtwirtschaft. Der Tarifabschluss vom Frühjahr 2006 bildete den vorläufigen Höhepunkt einer Entwicklung, die bereits seit vielen Jahren zu beobachten ist: Die Tarifentgelte der M+E-Arbeitnehmer haben sich von der allgemeinen Tarifentwicklung in Deutschland noch deutlicher nach oben abgesetzt als in den Jahren zuvor. Nach Angaben der Deutschen Bundesbank stieg das Tarifniveau in der Gesamtwirtschaft um 1 % - ohne die M+E-Industrie sogar nur um 0,8 %. Die M+E-Industrie hatte mit 3,1 % Plus fast viermal soviel wie die übrigen Sektoren!

Niemand kann behaupten, dass in der Metall- und Elektrobranche schlecht bezahlt würde. Der Tarifanstieg ist tatsächlich seit fünf Jahren höher als in der Gesamtwirtschaft. Es hat in unserer Branche keine Reallohnverluste gegeben.

Dortmund, den 19. März 2007