|
Mit ihrer Forderung von 6,5 % mehr Lohn und Gehalt hat sich die IG Metall einmal mehr als reine Interessenvertretung ihrer arbeitsplatzbesitzenden Mitglieder präsentiert. Die heimischen M+E-Arbeitgeber stehen nach wie vor zu ihrer gesamtgesellschaftlichen Verantwortung, neue Beschäftigungsmöglichkeiten in der Region zu schaffen und so die Arbeitslosigkeit weiter abzubauen. Von diesem Ziel hat sich die IG Metall mit ihrer Lohnforderung verabschiedet.
Allein in unserer Region wollen mehr als 20 % der M+E-Unternehmen in diesem Jahr neue Arbeitsplätze schaffen und Personal einstellen. Rund 77 % der Mitgliedsunternehmen, die sich an einer aktuell durchgeführten Blitzumfrage beteiligt haben, haben bereits im Jahr 2006 zusätzliche Einstellungen vorgenommen und sehen sich in der Lage, die vorhandenen Beschäftigungsmöglichkeiten auch in 2007 weiter zu sichern.
Diese arbeitsmarktpolitischen Erfolge dürfen allerdings keinesfalls durch überzogene Lohnabschlüsse gefährdet werden. Bei den kürzlich befragten Unternehmen besteht eindeutig ein Zusammenhang zwischen dem Ergebnis der diesjährigen Lohn- und Gehaltsrunde einerseits und der beabsichtigten Schaffung neuer Arbeitsplätze andererseits.
Die Arbeitgeber werden daher in der kommenden Tarifverhandlung eine moderate prozentuale Lohn- und Gehaltserhöhung in Kombination mit einem einmaligen flexiblen Konjunkturbonus vorschlagen. Eine moderate prozentuale Anhebung der Löhne und Gehälter würde die Schaffung neuer Arbeitsplätze begünstigen. Gleichzeitig wird durch die Kombination mit einem einmaligen flexiblen Konjunkturbonus eine dauerhafte Belastung der Unternehmen für die Zukunft und damit auch für die Beschäftigung vermieden. Wir wissen ja heute noch nicht, ob die positive konjunkturelle Entwicklung auch weiterhin anhält.
Dortmund, 23. März 2007
|