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Medien  standpunkt 6-2006
Standpunkt 6/2006: M+E-Industrie 2006 – Optimismus deutlich erkennbar

- Auftragseingänge deutlich verbessert

- Geschäftserwartungen deutlich positiv

- Steigende Energie- und Rohstoffpreise erzeugen Unsicherheit

Eine positive Grundstimmung prägte das erste Halbjahr 2006 bei vielen Unternehmen der regionalen Metall- und Elektro-Industrie. Die Ergebnisse der aktuellen Halbjahresumfrage des Unternehmensverbandes, an der sich mehr als 70 Prozent der Mitgliedsunternehmen beteiligt haben, stellen sich wie folgt dar:

Auftragseingang: 74 Prozent der beteiligten Unternehmen berichten von einem besseren oder gleichbleibend guten Auftragseingang im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2005.

Umsatz: 72 Prozent der Unternehmen gaben bei der Bewertung der Umsatzzahlen an, dass diese gleichbleibend gut bzw. höher seien als vor einem Jahr.

Geschäftserwartungen 2006: Die Geschäftserwartungen für das zweite Halbjahr 2006 sind von unternehmerischem Optimismus geprägt. 80 Prozent der Unternehmen rechnen mit einer sich weiter verbessernden bzw. gleichbleibend guten Geschäftslage.

Renditen: Die Renditen haben vom positiven Konjunkturumfeld dagegen kaum profitiert: Nach wie vor klagen nahezu 40 Prozent der Unternehmen über zu niedrige bzw. fallende Erträge.

Mehrarbeit: Mehrarbeit findet bei 47 Prozent der Unternehmen statt. Der aktuelle Wert liegt bei gut 8 Überstunden pro Mitarbeiter und Monat.

Beschäftigung: Die Tendenz zum Personalabbau konnte im ersten Halbjahr gestoppt werden. 50 Prozent der Unternehmen hielten ihre Personalstärke konstant, 17 Prozent bauten Personal ab, 33 Prozent bauten Personal auf. Per Saldo gab es einen leichten Stellenzuwachs. Dieser Stellenzuwachs wird sich nach den aktuellen Planungen der Unternehmen auch im zweiten Halbjahr fortsetzen.

Investitionen: Mehr als zwei Drittel der Unternehmen sind bei der Realisierung ihrer Investitionen „im Plan“. 17 Prozent der Unternehmen konnten die Planungen nicht verwirklichen, 14 Prozent der Unternehmen konnten ihre Investitionstätigkeit gegenüber den ursprünglichen Planungen sogar ausweiten.

 „Die Unternehmen blicken positiv in die Zukunft. 44 Prozent erwarten für 2007 eine verbesserte Konjunkturlage, 47 Prozent rechnen mit einer Konjunktur auf dem diesjährigen Niveau, 9 Prozent erwarten eine Verschlechterung.“, so Dr. Heinz S. Thieler, Geschäftsführer des Unternehmensverbandes der Metallindustrie. „Ein ständiger Unsicherheitsfaktor bleiben jedoch die Energie- und Rohstoffpreise, die zuletzt wieder kräftig angestiegen sind. Die Weltmarktpreise für Energierohstoffe stiegen in den ersten fünf Monaten dieses Jahres um rund 22 Prozent, die Preise für Industrierohstoffe sind im gleichen Zeitraum bereits um 30 Prozent nach oben geschnellt (Quelle: HWWA). Sollte sich dieses Niveau als dauerhaft erweisen, stellt dies eine erhebliche Belastung für die Wirtschaft dar.“

Dortmund, 27. Juli 2006