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Medien standpunkt 8-2006
Standpunkt 8/2006: M+E-Industrie stellt ein und verstärkt Engagement im Bereich der Ausbildung

Das Jahr 2006 bescherte vielen Unternehmen der heimischen M+E-Industrie ein kontinuierliches, moderates Wachstum. Die Ergebnisse der aktuellen Quartalsumfrage des Unternehmensverbandes der Metallindustrie, an der sich mehr als 40 Prozent der Mitgliedsunternehmen beteiligt haben, zeigen eine erfreuliche Bilanz.

Die Tendenz zum Personalabbau ist gestoppt. Die gute und vor allem kontinuierlich positive Auftragslage für viele Unternehmen, die sich nach derzeitigen Annahmen auch bis ins Frühjahr 2007 halten soll, hat bei nahezu 90 Prozent der Unternehmen dazu geführt, dass das vorhandene Personal gehalten oder erweitert werden konnte.

Diese erfreuliche Tendenz hatte auch Einfluss auf die Anzahl der angebotenen Ausbildungsplätze. Kein Unternehmen hat die Anzahl der Ausbildungsplätze verringert, nahezu 20 Prozent der Unternehmen haben die Ausbildungsplatzkapazität z.T. deutlich ausgebaut und wollen dies – wenn die Konjunktur sich auch im kommenden Jahr unverändert positiv entwickelt – auch in 2007 fortsetzen.

Mehr als 75 Prozent der Unternehmen planen für das kommende Jahr, Investitionen am Standort zu tätigen. Mehr als 37 Prozent dieser Investitionswilligen werden Investitionen sogar in größerem Rahmen als ursprünglich geplant durchführen. Der Standort Dortmund hat wieder an Attraktivität gewonnen.

„Dieser erfreuliche Stand ist nicht Ergebnis der Bemühungen der Bundesregierung zur Verbesserung der wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen.“, so Dr. Thieler, Geschäftsführer des Unternehmensverbandes der Metallindustrie. „Wir erleben hier vielmehr das Resultat einer konsequenten Selbsthilfe der Unternehmen sowie der boomenden Weltwirtschaft. Die qualitativen Mängel der Bundesregierung bei ihren Anstrengungen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für Unternehmen sind nach wie vor unübersehbar.“

Dortmund, 12. Dezember 2006