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Seit Juni 2007 haben sich die Tarifentgelte um stattliche 5,8 % erhöht. Wenn davon so wenig in den Taschen der Arbeitnehmer angekommen ist, liegt dies an den überhöhten Steuern und Abgaben. Deshalb muss die Politik endlich ihr Versprechen einlösen und dafür sorgen, dass den Arbeitnehmern netto mehr bleibt.
Bei einem erwarteten Produktionswachstum für 2009 von nur 4 bis 5 % nach eigener, gewerkschaftsinterner Prognose ist es absolut realitätsfern, eine Entgeltforderung für 2009 zu stellen, die deutlich über der letzten Forderung (6,5 % im Jahr 2007) liegt.
Die Arbeitgeber der Metall- und Elektroindustrie sind nicht die richtigen Adressaten, Versäumnisse der Politik auszugleichen. Im Übrigen sind eine sich abkühlende Konjunktur und schwächelnde Rahmenbedingungen erkennbar. Auch wenn diese kein Grund zur Panik sind, wäre die Umsetzung der nun vorliegenden dramatisch überzogenen Forderung beschäftigungsschädlich für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der regionalen Metall- und Elektroindustrie. Die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen würde damit für die Zukunft wieder verspielt.
Die Unternehmen stellen sich daher auf harte Verhandlungen ein.
Dortmund, 8. September 2008 |