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Die Entgeltforderung der IG Metall von 8 % muss als nicht gerechtfertigt, weil gewaltig überzogen und seriös nicht begründbar zurückgewiesen werden.
Die Konjunkturaussichten in der Metall- und Elektroindustrie für 2009 haben sich in den letzten Wochen eingetrübt. Sämtliche Konjunkturindikatoren deuten es schon seit einigen Wochen an: 2009 wird für die Metall- und Elektroindustrie ein schwächeres Jahr werden – im guten Fall droht Stagnation, im schlechten Fall sogar Schlimmeres. Die Geschäftserwartungen der Unternehmen sind auf den niedrigsten Stand seit Jahren abgesackt. Der Auftragseingang zeigt schon seit dem vergangenen Herbst tendenziell nach unten. Inzwischen hat die Abschwächung der Nachfrage die Produktion erreicht: Alles deutet darauf hin, dass der Aufschwung bereits im Frühjahr 2008 den Höhepunkt überschritten hat. Angesichts dieser negativen Wirtschaftsaussichten ist eine Entgeltforderung von 8 % nicht zu rechtfertigen.
Seit April 2007 haben die nordrhein-westfälischen Metallarbeitgeber knapp 37.000 Beschäftigte neu eingestellt. Dabei sind die Einkommen in der Metall- und Elektroindustrie auch noch stärker gestiegen als in fast allen anderen Branchen und haben immer deutlich oberhalb der Inflationsrate gelegen. Die Mitarbeiter in den Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie erhalten eine erstklassige Bezahlung. Ihr Durchschnittseinkommen liegt bei 44.000 € im Jahr. Damit sind sie die bestbezahlten Metallarbeitnehmer in der Welt.
Es ist tarifpolitisch verantwortungslos, unter den herrschenden Bedingungen die höchste Forderung der vergangenen 16 Jahre aufzustellen und dabei auch noch eine Gerechtigkeits-, d. h. Gefühlsdebatte zu führen.
Dortmund, 24. September 2008
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