Gregor Gysi zu Gast bei dem Unternehmensverband Östliches Ruhrgebiet

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung des Unternehmensverbandes Östliches Ruhrgebiet beeindruckte Dr. Gregor Gysi über 100 Zuhörer mit seinem Vortag „Zukunft der sozialen Marktwirtschaft“.

Dabei erlebte das Publikum einen begnadeten Redner, der gerne und viel erzählt und das in charmant-humorvoller Weise. Gysi, ein Vollblutpolitiker, wie man ihn aus dem Fernsehen kennt, der sich auch mal vom eigentlichen Thema löst, um auch unbequeme Themen der aktuellen Tagespolitik anzusprechen:  Er ging auf die Grundsätze der Wirtschaftspolitik ein, kritisierte das Vorgehen zur Wahl der Präsidentin der Europäische Union und ist überzeugt davon, dass die - aus seiner Sicht ehemaligen - Volksparteien eine Schuld am Glaubwürdigkeitsdefizit der Politik tragen. „Die AfD hat in Brandenburg und Sachsen stärker gewonnen als alle anderen Parteien und ist im Osten generell viel stärker als im Westen. Wenn man  AfD wählt, dann weiß man, dass alle Etablierten sich ärgern. Diejenigen, die die Etablierten treffen wollen, weil sie so unzufrieden sind mit der Lage, wählen deshalb AfD“, so der 71-Jährige. Oft untermauert er seine Positionen mit kleinen Anekdoten und persönlichen Erlebnissen, berichtet über das, was ihn geprägt hat im Leben. „In meinem Beruf als Anwalt habe ich gelernt, mich sprachlich darauf einzustellen, wen ich vor mir habe. Ich finde es arrogant, so zu sprechen, dass es keiner versteht,“ appelliert er mit Blick auf die Politik. „Das Wichtigste, wenn wir einen Menschen beurteilen, ist weder die Nationalität, noch das Geschlecht, noch irgendetwas anderes. Das Wichtigste ist sein Charakter“, sagt Gysi aus Überzeugung. Nach unterhaltsamen 90 Minuten verabschiedet der Vorstandsvorsitzende Arndt Dung Herrn Dr. Gysi und dankt für seinen kurzweiligen Vortrag, für den er vom Publikum mit langanhaltendem Applaus bedacht wurde.

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